Lingualbehandlung -
Aktive Behandlung
Nach der gemeinsamen Besprechung des Behandlungsplans und ggf. der Genehmigung durch die Krankenversicherung wird ein Abdruck des Kiefers genommen und an ein Speziallabor geschickt . Das auf die Herstellung von Lingualtechnik spezialisierte Labor fertigt die individuell passenden Brackets und Bögen im Allgemeinen innerhalb eines Monats an, so dass nach wenigen Wochen mit der Behandlung begonnen werden kann.
Auf den Innenseiten der Zähne (lingual) werden mit einer Klebetechnik spezielle Brackets angebracht, die mit individuell angefertigten Bögen miteinander verbunden werden. Um die größtmögliche Präzision zu erreichen, werden Lingual-Apparaturen indirekt geklebt. Die Position der Brackets wird bereits im Labor hochpräzise festgelegt und dann mit Hilfe einer Schiene auf die Zähne übertragen. Gummis und Drahtligaturen halten die Bögen auf den Brackets an ihrem Platz. Weil die Innenseite der Zähne anders als die Außenseite nur schwer erreichbar und das Arbeiten im engen Mundinnenraum schwierig ist, ist hier mit einem erhöhten Aufwand im Vergleich zur konventionellen Methode von außen zu rechnen. Das erstmalige Anbringen der Brackets, aber auch jeder regelmäßige Wechsel der Bögen ist daher schwieriger zu handhaben.
Während der Behandlung finden alle vier bis sechs Wochen Kontrollen statt. Bei diesen Kontrollen werden, wenn notwendig, auch die Lingualbögen ausgewechselt. Nach erfolgreicher Zahnregulierung - also nach etwa acht bis 18 Monaten, kann die linguale Apparatur entfernt werden. Unmittelbar nach der Entfernung der festsitzenden Apparatur und Politur der Zähne werden Abdrücke des Kiefers für herausnehmbare Zahnspangen zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses angefertigt.
